Eines ist Keines...


Fips & Filou (F - Wurf)
 

Das Gerücht hält sich so hartnäckig, wie es falsch ist: „Katzen sind Einzelgänger.“

NEIN!

Sind sie NICHT!

Katzen sind überaus soziale Tiere. Es gibt nur sehr seltene Ausnahmen!


Halina & Hudson (H - Wurf)

Jegliches Lebewesen einer anderen Spezies, sei es nun Mensch, Hund, Kaninchen, ein Aquarium voller Fische, Frettchen oder was auch immer, kann der Katze NIEMALS den Artgenossen ersetzen! 

Stellen Sie sich vor, wie es für Sie wäre, wenn Sie nicht nur ihr gesamtes Leben lang als Single leben würden, sondern darüber hinaus auch noch tagein, tagaus innerhalb Ihrer vier Wände ohne jeglichen menschlichen Sozialkontakt – sei es auf der Arbeit, beim Einkaufen, in der Freizeit… - verbringen müssten und einzig und allein die Gesellschaft ihrer Katzen, ihres Hundes und ihrer Kaninchen zu hätten?

Könnten Sie sich vorstellen, dass sie dann zufrieden wären (von glücklich ganz zu schweigen)??

Und genau auf dies läuft eine Einzelkatzenhaltung im Falle von Wohnungshaltung mit oder ohne gesichertem Freilauf auf Balkon und/oder Garten hinaus.

Ganz egal, wie viele Menschen um die Katze sind – sie können ihr nicht den Artgenossen ersetzen.

Ganz egal, ob es einen fröhlichen Hund, niedliche Kaninchen, bunte Aquarienfische oder trällernde Ziervögel gibt – eine Katze ohne Artgenossen ist zur Einsamkeit verdammt!

Noch schlimmer, wenn Sie berufstätig sind.

Würden Sie ein Kleinkind während Ihrer beruflichen Tätigkeit alleine zu Hause lassen?

Nein?
Sie geben es in den Kindergarten, die Kinderkrippe, damit es dort Kontakt zu anderen Kindern hat?

Ein Katzenkind ist auch nicht viel anders als ein Menschenkind.

(Nun gut, Sie müssen ihm nicht die Windeln wechseln, es mit unhandlichen Kinderkarren treppauf, treppab schleppen oder gar mit ihm die erste Trotzphase mit zwei Jahren, die zweite Trotzphase mit vier Jahren und vor allem nicht die dritte - längste - Trotzphase, auch als Pubertät bekannt, durchleiden ;-) )

Ein Menschen- wie ein Katzenkind braucht andere Kinder zum Spielen, zum Austoben, zum voneinander lernen.


Giacomo & Gaetano (G - Wurf)

Bitte, wenn Sie es irgendwie einrichten können, nehmen Sie IMMER zwei Wurfgeschwister bei sich auf.
Die beiden kennen sich schon länger, als sie auf der Welt sind. ;-)
Sie haben die gleichen Erbanlagen und dadurch ähnliche Charaktere.
Sie harmonieren in der Regel ganz natürlich miteinander.

Und bedenken Sie: Zwei Katzen kosten nur unwesentlich mehr als eine Katze.

In der Anschaffung wird der Züchter Ihnen immer entgegenkommen, wenn sie zwei seiner Kitten nehmen.
Weiß er doch, dass es seinen „Babys“ in Gesellschaft eines Brüderchens oder Schwesterchens immer am besten gehen wird.
 

Auch die laufenden Kosten sind für die zweite Katze viel geringer!

Für zwei Katzen können Sie günstigere Großpackungen an Futter kaufen. Sie brauchen nur ein drittes Klo zusätzlich zu den zweien für eine Katze. Sie brauchen keinen zweiten Kratzbaum. Sie haben glücklichere Katzen mit einem darum besseren Immunsystem und dadurch geringere Tierarztkosten. Und so weiter.

Doch vor allem:

Sie werden erheblich weniger Schäden in der Wohnung haben, weil eine einzelne Katze vor lauter Langeweile oft dazu neigt, „die Wände hochzugehen“, in den Gardinen zu schaukeln oder gar Protestverhalten an den Tag zu legen und Ihr wertvolles Mobiliar mit Urinflecken verunreinigen!!

Ist es erst einmal so weit gekommen, wird im besten Falle ein immenser Aufwand betrieben, angefangen bei Hilferufen in Katzenforen, der hektischen Suche nach einer Zweitkatze – die dann oft aber gar nicht freudig aufgenommen wird… - über Konsultationen bei „Tierflüsterern“, der massenhaften Verwendung von „Feliway“ und „beaphar Anti-Frust-Halsbändern“ bis hin zur ultima Ratio – der Abgabe der „Problemkatze“.

Bitte, lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen!

Bitte, nehmen Sie Kitten im Alter von unter einem halben Jahr AUSSCHLIESSLICH im „Zweierpack“ auf!

Falls sie keine Wurfgeschwister bekommen können, weil nur noch ein Kitten aus dem Wurf übrig ist, fragen Sie Ihren Züchter, er wird Ihnen gewiss ebenso verantwortungsvolle Züchter empfehlen können, mit denen er zusammenarbeitet und in Kontakt steht und die ebenfalls gerade Kitten abzugeben haben, so dass einem „Adoptivgeschwisterchen“ für Ihr „Baby“ nichts im Wege steht!