Mit sieben bis neun Wochen sind Kätzchen schon geschickte Jäger


Mit sieben bis neun Wochen sind Kätzchen schon geschickte Jäger


Katzenkinder sind mit acht bis neun Wochen schon gute Jäger und von der Mutter größtenteils entwöhnt, brauchen sie aber noch als Vorbild.

Mit sieben Wochen jagen Katzenkinder alles, was sich bewegt: unvorsichtige Fliegen und Käfer, aber auch Schnürsenkel und Zehen. Jetzt ist es wichtig, sich daran zu erinnern, daß die putzigen Vierbeiner Raubtiere sind, die ein kräftiges Gebiß bekommen und scharfe Krallen haben. Noch mag es ja süß sein, wenn so ein Minitiger mit der Großzehe eines Menschen „fang-die-Maus“ spielt. Das ändert sich aber, wenn das Tierchen erwachsen ist und bis dahin nicht gelernt hat, daß menschliche Gliedmaßen weder Spielobjekt noch Beute sind. 

Ein sieben Wochen altes Kätzchen kann Freude daran haben,
Ihre Zehen zu jagen

Der Biß einer Katze tut nicht nur weh, sondern kann sich auch böse entzünden. Deshalb ist es wichtig, daß Kätzchen sobald sie ihre Jagdleidenschaft entdecken auch lernen, daß es diesbezüglich Grenzen gibt. Für die betreuenden Menschen gilt deshalb: animieren Sie ein Katzenkind nie, Ihre Finger oder Zehen zu fangen. Tut das Kätzchen dies ohne Aufforderung Ihrerseits, beenden Sie den Spaß sofort. Schieben Sie den kleinen Jäger sanft aber bestimmt von sich und rufen Sie laut „au!“. Genauso lernen die Katzenkinder auch im Umgang mit ihrer Mutter und den Geschwistern, wo die Grenze ist. 

Mit acht bis neun Wochen sind Katzenkinder meist von der Mutter entwöhnt Jetzt brauchen die Kitten ihre Mutter für die körperlichen Bedürfnisse kaum noch. Zunehmend geht die Mutter ihre eigenen Wege und hat allmählich genug von den Rabauken. Trotzdem gibt es regelmäßige Kuschelzeiten, die alle Beteiligten sehr genießen. Obwohl die Kleinen sich schon ausschließlich von fester Nahrung, verteilt auf vier oder fünf Mahlzeiten am Tag, ernähren, nuckeln sie gern noch ab und zu bei ihrer Mutter an einer Zitze sofern sie das zuläßt. Dieses Nuckeln schenkt Geborgenheit und Nähe, was auch die inzwischen herangewachsenen Kitten von Zeit zu Zeit brauchen. Außerdem hat die Katzenmutter noch immer eine Vorbildfunktion für die Kleinen, die von ihr noch so einiges lernen, das man für ein gutes Katzenleben braucht. 

Im Alter von neun Wochen feilen junge Katzen an ihren Bewegungskünsten
Ihre körperlichen Fähigkeiten werden immer perfekter. Inzwischen können die Katzenkinder sicher auf die Sitzflächen von Stühlen springen, auch die Weite ihrer Sprünge wird immer größer. Die Kätzchen können auf einen Kratzbaum problemlos hinauf- und auch wieder hinabklettern. Auch eine niedrige Tischplatte bietet jetzt ein verlockendes Ziel für einen Sprung. Die Kampf- und Jagdspiele werden immer ausgefeilter. Und in den Rangeleien mit den Wurfgeschwistern geht es zunehmend auch darum festzustellen, wer der Stärkere ist. 

Quellen:
„Katzen kennen und verstehen“ von Bruce Fogle, blv-Verlag
„Was Katzen wirklich wollen“ von Dr. Mircea Pfleiderer und Birgit Rödder, GU-Verlag
„Katzenkinder entdecken die Welt“ von Monika Wegler, GU-Verlag