Der traurige Leidensweg von meinem geliebten Kater Merlin


 

Merlin war mein wunderschöner erster Maine Coon Kater, in der tollen Farbe Blue solid, ein stattlicher kräftiger Kater mit knapp 9 Kilo ... der in all den Jahren in denen er bei uns lebte, niemals Krank war. Regelmäßige Impfungen und Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt.
Alles war immer bestens.

Bis er eines Tages keinen Urin mehr lassen konnte. Er lief am Tag bis zu 30 mal auf´s Klo und konnte doch nicht gehen. Es kamen nur ein paar Tröpfchen raus und das war´s. Immer wieder lief er hin und her. Lag dann schon ganz erschöpft vor dem Klo und versuchte es immer wieder. Am nächsten Morgen wurde ich dann von einem Herzzerreißendem Schreien geweckt. Merlin lag in der Küche und schrie und fauchte vor Schmerzen, er krümmte sich und kroch hin und her. Ich rief sofort den Notdienst und wir fuhren in Windeseile in die nächste Tierklinik, da mein Tierarzt auch mal frei hatte. Diagnose Blasensteine!
Er bekam einen Blasenkatether, die Blase wurde immer wieder gespült und er wurde stationär aufgenommen. Eine Woche lang, jeden Tag Blasenspülung, Schmerzmittel, Ruhigstellung. In der Hoffnung alle Steine entfernen zu können... Ich besuchte ihn jeden Tag in der Klinik. Ein Auto hatte ich nicht, also ca. 60 Km hin und zurück mit dem Fahrrad! Er lag alleine in einer Metallbox etwa 1m x 0,60m, ganz hinten in der Ecke, in einem kleinen 2 x 2 Meter kleinen sterilen, gefliesten und recht hellhörigem Raum, zusammengekrümmt und war sehr apathisch. Stundenlang saß ich bei ihm und streichelte seinen abgemagerten schwachen Körper. Er hörte zwar meine Stimme, aber er reagierte kaum noch. Es zerriss mir das Herz! Ich heulte nur noch und konnte und wollte ihn nicht mehr leiden sehen!

Jetzt ist Schluss, sagte ich mir! Er kommt wieder mit nach Hause. Was kann noch getan werden um ihm zu helfen, fragte ich ständig den Arzt? Nun wir warten noch einen Tag und spülen noch ein letztes Mal, vielleicht ist ja dann alles raus... Dann können sie ihn wieder mitnehmen.
Ok, am nächsten Tag ging es ihm wirklich schon ganz gut. Er konnte selbstständig wieder auf´s Klo gehen. Alles schien überstanden...
Er erkannte mich auch wieder und ich wollte ihn unbedingt so schnell wie möglich da raus holen. Also ab nach Hause.

Ich war so happy das er wieder auf dem Wege der Gesundung war, mein süßer tapferer Merlin. Er musste ab sofort zwar besonderes Futter bekommen, was den PH-Wert des Urins anpasst um nicht wieder Urinsteine zu bilden – übrigens wieder Trockenfutter??! ... aber egal, ich hatte meinen süßen Knuddelbären endlich wieder. Ich holte also dieses Diätfutter, was es allerdings nur beim Tierarzt gab (sehr teures Zeug!) was soll´s ... Es sollte Ihm ja helfen.
Nun es ging ihm wieder sichtlich gut, er ging normal auf´s Klo und frass normal... Ganze sechs Tage ging es gut!
Ich bemerkte schnell das etwas nicht stimmte. Abends auf der Couch schmiegte er sich an mich. Er schmuste schon immer gerne, war manchmal auch recht aufdringlich und fordernd, aber diesmal war es irgendwie anders. Er kroch regelrecht in mich rein und presste sich ganz fest an mich. Er sah mich an und mauzte laut, immer wieder und schnurrte. Immer wieder sah er mich an, fest in die Augen und gab Pfötchen, als ob er mir irgendetwas sagen wollte. Den ganzen Abend wich er mir nicht von der Seite. Ich beschloss im Wohnzimmer liegen zu bleiben und bei ihm zu schlafen und zu wachen, denn er wollte absolut nicht mit ins Bett?! Die ganze Nacht lag ich wach und er schaute mich immer nur an und schnurrte und mauzte mich an. Er wurde immer schwächer und apathischer, hatte aber wohl keine Schmerzen?! Das Leben wich aus ihm und ich spürte dieses furchtbare „Etwas“ - er verabschiedete sich die ganze Nacht von mir. Die ganze lange Nacht lag er fest an mich gepresst und ich heulte leise Rotz und Wasser, denn ich wusste er wollte und konnte nicht mehr. Am nächsten Morgen wussten wir beide, das wir nun den letzten gemeinsamen Weg gehen mussten. Wir fuhren in die Klinik und ich ließ ihn sanft in meinen Armen einschlafen.
Er schaute mich bis zum Schluss an, als schien er sich zu bedanken...
Es war der schlimmste Tag in meinem Leben...

Merlin wurde gerade mal 9 Jahre alt, für einen Maine Coon Kater absolut kein Alter!
Er war noch nicht einmal kastriert! Weil viele ja immer behaupten nur Kastraten seien anfällig für diese Krankheiten!
Nach langen Recherchen über diese Krankheit, fand ich bald heraus das Trockenfutter und allgemein falsche und einseitige Dosenernährung, bewiesene Gründe dafür sind. Meine Recherchen endeten beim Barfen, der bisher gesündesten Ernährungsmethode für Katzen und die für mich auch logisch und nachvollziehbar ist!
Von diesem Tage an schwor ich, wenn noch einmal eine Katzenseele bei mir einkehren sollte, NIE WIEDER dieses chemische, künstliche Dosen- und Trockenfutter!!!

 

 ALSO

DARUM BARFEN WIR!