Wegweiser zum Kittenkauf


Augen auf beim Kittenkauf!

Die Spreu vom Weizen trennen – Ein Wegweiser, mit deren Hilfe Sie seriöse Hobbyzüchter erkennen und den Ansprechpartner Ihres Vertrauens finden können.


Die Entscheidung

Mit der Entscheidung für den Kauf einer Katze treffen Sie eine Entscheidung, die Ihr Leben im Schnitt für die nächsten 15 Jahre und noch länger grundlegend gestalten wird – was länger währt als die durchschnittliche Dauer einer Ehe in Deutschland, welche bei gerade mal 13,9 Jahren liegt!

Ein Grund mehr, bei der Auswahl ihrer Samtpfoten annähernd die Sorgfalt walten zu lassen, wie bei der Wahl seines Lebensgefährten!


Einen Überblick verschaffen

Eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick über die Züchter von Amerikanischen Waldkatzen (Maine Coon), Rassekatzen allgemein, zu verschaffen, ist zum Beispiel das Internet oder Inserate in Katzenzeitschriften.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich im Bekanntenkreis nach Besitzern von Rassekatzen umzuhören und von ihnen eine direkte Empfehlung der Züchter, mit denen sie persönlich gute Erfahrungen gemacht haben, zu erhalten.


Machen Sie sich selbst ein Bild

Leider gibt es vermehrt -ob nun unter Züchtern mit Vereinszugehörigkeit oder ohne – schwarze Schafe bzw. solche, die blauäugig mit der Katzenzucht angefangen haben und nun von den sich ihnen stellenden Anforderungen überlastet sind.

Gerade für Anfänger und enthusiastische Liebhaber gilt: Jedes Kätzchen weiß zu bezaubern, dies führt aber leider auch zu einer mehr oder minder stark ausgeprägten Rosafärbung in der Wahrnehmung.

Um nicht Gefahr zu laufen, angesichts drolliger Zwerge nicht sachlich abwägen zu können und vom emotionalen Moment überrumpelt zu werden, empfehlen wir Ihnen, sich die in Frage kommenden Züchter bereits im Vorfeld anzuschauen, so lange der nächste Wurf noch gar nicht geboren ist.

Ein seriöser Hobbyzüchter wird Ihrem Wunsch, zuerst einmal ihn persönlich, seine Zucht und die zukünftigen Elterntiere kennen zu lernen gerne nachkommen und Sie bei sich begrüßen.


Katzenzüchter zwischen Ideal & Extrem

Das persönliche Kennenlernen in der heimischen Umgebung des Katzenzüchters ist unerlässlich, um sich ein umfassendes Bild von der Katzenzucht zu machen.

Zum Katzenzüchter berufen fühlt sich ein repräsentativer Querschnitt unserer Gesellschaft, und leider wird es sich bei Ihrer Suche nach dem Idealbild des Züchters, einem enthusiastischen Tierliebhaber, der mit seiner Rassekatzenzucht ein kostspieliges Hobby zu seinem Vergnügen pflegt, in den seltensten Fällen vermeiden lassen, dass Sie sich auch mit den weniger schönen Extremen konfrontiert sehen werden.


Anzahl der jährlichen Würfe

Im Sinne der gewünschten Menschenbezogenheit und vertrauensvollen Offenheit der Kitten sollte der Züchter genügend Zeit für jeden Wurf haben. Achten Sie darum darauf, dass in der Zucht nicht mehr als drei, besser nur zwei Würfe pro Kalenderjahr zur Welt kommen. Auch sollten möglichst nicht zwei Katzen zur gleichen Zeit oder nur mit kurzem Zeitversatz ihre Kitten bekommen. Bei einer durchschnittlichen Wurfstärke von fünf Kitten bedeutet dies nämlich, dass sich der Züchter dann um 10 oder gar mehr Kätzchen gleichzeitig kümmern müsste – alleine das Verteilen von Streicheleinheiten, zusätzlich zu den übrigen im Haushalt lebenden Katzen, kann angesichts von zwei vorhandenen Armen dann leicht zu kurz kommen.

Das vorgeschobene Argument, zwei oder mehr Würfe parallel zu haben, sei dringend angebracht, um für den Notfall eine Amme in petto zu haben, lässt sich leicht entkräften, schließlich gibt es nicht nur hervorrangendes Milchpulver um die Anfangszeit zu überbrücken, sondern mittlerweile auch Portale, in dem Ammendienste vermittelt werden. Allerdings ist, um dies in Anspruch zu nehmen, auch eine gewisse Offenheit und Kooperationsbereitschaft mit anderen Züchtern vonnöten und kein stutenbissiges Konkurrenzdenken. Außerdem lässt sich solch eine Notlage zwar nicht absolut verhindern, das Risiko jedoch minimieren, indem man die Zuchtkätzinnen nicht bis zum maximal zugelassenen Alter von 8 Jahren mit Würfen auslaugt, sondern ihr schon früher, noch lange nicht ausgelaugt, einen schönen, ruhigen Lebensabend als “Prinzessin” in einem Liebhaberhaushalt sucht.

Zudem kann man auch seiner Zuchtkatze, die bereits einen überdurchschnittlich großen Wurf von fünf oder sechs Kitten zu versorgen hat, nicht auch noch die Komplettversorgung von einem zweiten Wurf überlassen. Ganz abgesehen davon, dass sich die Katze mit der Versorgung von so vielen Kitten völlig verausgaben wird, ist auch leider damit zu rechnen, dass die älteren, kräftigeren Kitten ihre schwächeren Ziehgeschwister von den Milchquellen vertreiben werden oder die Mutterkatze ihre eigenen Kitten bevorzugt säugen wird.

Darum wird man selbst im Falle von zwei gleichaltrigen Würfen nie um den- zugegebenerweise enormen - Aufwand einer Handaufzucht bzw. intensives Zufüttern aller Kitten mit Flaschenmilch herumkommen, so dass es im Notfall doch leichter zu handhaben ist, wenn man nur einen Wurf zu versorgen hat.


Internetpräsenz / Homepage

In Bezug auf die Daten über vorhergegangene Würfe, sowie über die Anzahl der Zuchtkatzen und Kastraten und deren Haltungsbedingungen kann die Homepage des Züchters jedoch immer nur ein mehr oder minder vager Indikator sein.

Auf der einen Seite gibt es Züchter, die der Pflege und Aktualisierung ihrer Homepage weniger Vorrang einräumen gegenüber der Pflege und Sorge um ihre Katzen, andererseits leider aber auch solche, die mit einer phantasievoll-bunten, im Wochentakt aktualisierten Website brillieren, darüber aber das reale Leben aus dem Blickfeld verlieren.

Beobachten Sie auch über einen längeren Zeitraum die Homepages der Züchter, die Sie in die engere Wahl genommen haben. Sang- und klanglos von der Seite verschwundene Katzen, Kitten oder gar komplette Würfe deuten darauf hin, dass nicht mit offenen Karten den Kitteninteressenten gegenüber gespielt wird.

Sollten Ihnen jedoch auf der Züchterhomepage - in Leuchtfarben oder auf den ersten Seiten - wortreich formulierte Warnhinweise oder gar die Androhung juristischer Schritte für alle denkbaren Szenarios entgegenleuchten, können Sie dies als Hinweis darauf deuten, welchen Umgang der Züchter im Regelfall mit seinen Mitmenschen pflegt.


Sich vor Ort selbst ein Bild machen

Darum führt kein Weg daran vorbei, bei einer Auswahl von Katzenzüchtern selbst vorstellig zu werden und sich ein eigenes Bild vor Ort zu machen.

Erscheint Ihnen ein Züchter und seine Tiere im Internet oder durch positive Empfehlung sympathisch, vereinbaren Sie einen Besuchstermin.

Die Sympathie sollte jedoch keinesfalls beim ersten Betreten des Hauses verfliegen, weil es dort durchdringend nach Raubtierhaus oder gar schlimmer riecht.

Die Anzahl der Katzen sagt nichts über die Geruchsintensität aus. Ein 14 Katzen Haushalt inclusive zwei potenten Katern oder bei solchen, wo die ganze Katzenfamilie gerade angesichts eines Wurfes von jungen Kätzchen – die noch so klein sind, dass das Katzenklo noch nicht allzu gut getroffen wurde – sämtliche weiter vom Kittenzimmer entfernten Toiletten mit strengem Duft einzunebeln versuchten, um instinktsicher mögliche „Fressfeinde“ vom Nachwuchs abzulenken! Muss nicht intensiver nach Katzen riechen als ein Zwei- bis Vierkatzenhaushalt.

Ein Züchter, dessen Haus sie mit dezentem Mr. Proper-Duft empfängt, zeigt also nur, wie wichtig ihm hygienische Lebensverhältnisse einerseits und der Eindruck, den er bei Ihnen hinterlässt, andererseits sind.


Spuren der Katzenhaltung

Bedenken Sie bitte, dass Katzenhaltung immer Spuren hinterlässt. Leider besitzen frisch abgesaugte Sofas eine geradezu unwiderstehliche Anziehungskraft auf Katzen, so dass ein, zwei darauf liegende Haarflocken nichts über die Sauberkeit aussagen. Ist allerdings die Couchgarnitur komplett vollgehaart, der Sofaüberwurf nicht frisch gewaschen, so legt dieser „Züchter“ wohl kaum gesteigerten Wert auf Hygiene.

Wundern Sie sich nicht über den speziellen Einrichtungsgeschmack von Katzenzüchtern – Couchgarnituren mit waschbaren Wechselbezügen sind zwar ungemein praktisch, aber leider noch nicht weit verbreitet. Es ist jedoch möglich, die von Generationen von Katzenjungen zerschlissenen Sofabezüge mit Überwürfen abzudecken.

Die Größe und Anzahl der – für Maine Coons möglichst deckenhohen – Kratzbäume bemisst sich nach der Anzahl der Liegemulden für alle im Haushalt lebenden Katzen, zuzüglich der ein oder anderen Ausweichhöhle. Scheuen Sie sich nicht und werfen Sie einen Blick aus der Nähe auf die Kratzbäume: Auch sie sollten den Eindruck erwecken, regelmäßig abgesaugt zu werden. Insbesondere bei herkömmlichen, mit Plüsch bezogenen Modellen gestaltet sich die Reinigung oft schwierig und ältere Flecken sind oft nicht spurlos zu beseitigen. Moderne Kratzbaummodelle mit dem Vorteil von abzieh- und waschbaren Frotteebezügen erleichtern die Reinigung und sollten dementsprechend sauber sein.


Allgemeine Hygiene

Die Faustregel „Anzahl der Katzen plus eins gleich Anzahl der Katzentoiletten“ ist auch im Züchterhaushalt nicht außer Kraft gesetzt. Fragen Sie in jedem Fall nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Katzen und bringen Sie sie selbst mit der Menge der Toiletten in ein Verhältnis. Ein leichter Pipi-Geruch in der Nähe der Toiletten oder eine aufsteigende Geruchswolke direkt nach Benutzung des „Donnerbalkens“ sind normal. Erschrecken Sie nicht, falls Ihr Gastgeber mitten im Gespräch aufspringt, zum Katzenklo stürzt und dort Hinterlassenschaften zuschaufelt, evtl. die „Duftwolke“ noch mit einem gezielten Stoß aus dem Geruchstilgerspray bekämpft. Manche Katzen haben die hartnäckige Eigenschaft, ihre Hinterlassenschaften nicht zu verscharren, und leider kommt es einem mitunter so vor, als seien dies ausgerechnet jene Katzen, welche die stärkste Geruchentfaltung an den Tag legen.

Die meisten Züchter bevorzugen harte Fußbodenbeläge wie Fliesen oder Laminat weil sie das Putzen erleichtern. Achten Sie auf die Sauberkeit des Belags, er muss nicht spiegelglatt glänzen wie im Werbespot, sollte aber vor kurzem gewischt worden sein. Manche Züchter haben Auslegware liegen oder Teppiche und Brücken. Mit einem speziellen Haustier- Staubsauger sowie der regelmäßigen Anwendung von Teppichshampoo kann man jedoch den alltäglich passierenden Malheurs begegnen und die Textilien sauber, wenn auch nicht gänzlich fleckenfrei erhalten.

Ein Staubsauge - Rundgang inclusiver aller Kratzbäume, Couchen, Schlaf- und Kuschelbettchen etc., dauert bei uns etwa 2 - 3 Stunden! Je nach Verschmutzungsgrad 2 - 3 mal pro Woche. Kaum sitzt man dann erschöpft um sich nur etwas von den Strapazen zu erholen, sieht man schon wieder die ersten Fellflusen herumfliegen und könnte an der Startlinie der Putzodyssee wieder von vorne beginnen ;-)


Erziehung der Katzen

Das oft in den Raum geführte Argument, fehlende Spuren der Katzenhaltung in den Wohnräumen würden darauf hindeuten, dass die Katzen nur während Ihres Besuchs diese betreten dürfen, kann so nicht verallgemeinert werden, denn die entsprechende Erziehung der Katzen und Pflege der Einrichtung vorausgesetzt, halten sich diese nämlich durchaus in Grenzen. Ob die Katzen sich dauerhaft in den Wohnräumen aufhalten, können Sie auf einfache Weise selbst überprüfen: Aus der Körpersprache der Katzen ist leicht abzulesen, ob sie sich in der Umgebung wohl fühlen, weil sie ihnen bekannt ist. Deutlichstes Indiz sind auch mit größter Selbstverständlichkeit eingenommene Lieblingsplätze auf Sofas, Fensterbänken oder Stuhlpolstern!

Starke Spuren der Katzenhaltung wie zerkratzte Möbel und in Fetzen hängende Tapeten sollten Sie eher als Indizien für fehlende Erziehung bzw. mangelnde Zeit für Zuwendung der Katzen deuten, denn als Hinweis auf artgerechte Katzenhaltung.


Sauberkeit und Gesundheit

Werfen Sie einen Blick auf die Futterstelle: haben die Tiere frisches Futter in sauberen Geschirren und ist auch das Wasser in den Näpfen nicht verdreckt?

Insbesondere bei bereitstehendem Trockenfutter (Pfui !) sollte der Züchterhaushalt auch über einige in gepflegten Zustand befindliche Trinkbrunnen verfügen, um die Katzen jederzeit zum Trinken zu animieren.

Selbstverständlich sollten alle Katzen des Züchters in einem sauberen und gepflegten Zustand sein. Ein tränendes Auge oder ein von Dünnpups verschmierter Popo insbesondere bei einem altgedienten Senior unter 14 sonst putzmunteren Katzen sind noch lange kein Alarmzeichen. Zeigen jedoch fast alle Katzen einen entsprechend angeschlagenen Gesundheitszustand, sollten Ihre Alarmglocken laut zu schrillen beginnen.

Ein seriöser Katzenzüchter wird Ihnen lieber absagen und den Besuch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, wenn die Katzen wieder gesund sind, als Gefahr zu laufen, dass Sie irgendwelche Krankheitserreger zu sich nach Hause oder in die nächste Katzenzucht schleppen!

Die Katzen eines gewissenhaften Züchters machen alle einen gesunden Eindruck, haben klare Augen, saubere Näschen und Ohren und auch die rückwärtige Partie ist frei von Schmutzspuren, im Fell gibt es keine schwarzen "Krümel" der auf Flohbefall oder gar kahle Stellen, die auf eine Pilzinfektion hinweisen, die auch für Menschen, besonders Kinder, sowie andere Haustiere gefährlich werden kann!


Grösse der Katzenzucht

Machen Sie sich im Vorfeld ihrer Besuchsrunde bei Katzenzüchtern einen Sport daraus, die Wohnfläche im Freundes- und Verwandtenkreis einzuschätzen, damit sie ein geübtes Auge darin bekommen. Üblicherweise wird von einer Mindestfläche von 10 m2 Wohnfläche, die pro Katze zur Verfügung stehen sollte, ausgegangen und dieser Wert sollte höchstens während der Zeit, wo ein Wurf Jungtiere vor dem Abgabetermin noch im Haushalt ist, überschritten werden.

Scheuen Sie sich auch in diesem Falle nicht, nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Katzen zu fragen und überschlagen Sie kurz, ob ihnen auch ein lebenswert geräumiges Zuhause geboten ist.

Im Sinne der Gesundheit der Tiere ist es auch angebracht, dass ihnen mindestens ein eingenetzter Balkon oder ein Freigehege im Garten zur Verfügung steht, da Katzen ebenso wie Menschen das direkte Sonnenlicht benötigen, um lebenswichtige Vitamine zu bilden.


Allgemeine Haltungsbedingungen

Die Zuchtkätzinnen, ältere Jungtiere und Kastraten sollten nicht in einzelne Zimmer weggesperrt sein, sondern sich möglichst im ganzen Haus frei bewegen können. Eine Separierung von Zuchtkatzen voneinander wegen Aggressivität und andauernder Animositäten kann immer nur eine Übergangslösung sein, da ein seriöser Züchter sich lieber schweren Herzens von einer Zuchtkatze mit solch negativen Charaktereigenschaften trennt und ihr einen liebevollen Lebensplatz als Kastratin bei Liebhabern sucht, als Gefahr zu laufen, dass diese Katze ihren Charaktermangel an ihre Jungtiere vererbt.

Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass die Kater in einem separaten Zimmer leben, da sie sonst in der gesamten Wohnung markieren. Lassen Sie sich unbedingt das „Katerzimmer“ zeigen, es sollte hell, sauber, geräumig und auch für den menschlichen Aufenthalt freundlich eingerichtet sein und den Eindruck erwecken, dass sich hier regelmäßig und über längeren Zeitraum der Züchter bzw. seine Familienmitglieder aufhalten und den Katern die lebensnotwendige menschliche Gesellschaft schenken! Leben in solch einem Raum zwei potente Kater, vielleicht noch mit dem ein oder anderen Kastraten friedlich zusammen, so ist dies auch ein Zeichen für den freundlichen und verträglichen Charakter – den die Kater auch an ihren Nachwuchs, also an Ihren zukünftigen vierpfötigen Kameraden vererben werden.

Eine Einzelhaltung der Zuchtkater in Kellerräumen ist jedoch keinesfalls mit tiergerechter Haltung zu vereinbaren und sollte ein unbedingtes Ausschlusskriterium für Sie sein.

Als ideal ist es zu betrachten, wenn die potenten Kater hingegen im Haushalt von befreundeten Liebhabern ein ruhiges Leben als Familienmitglied führen können und nur von Zeit zu Zeit nervenaufreibenden Damenbesuch empfangen oder wenn sie sich, mit einem sogenannten Katerhöschen versehen, völlig frei im Haushalt mit sämtlichen Katzen bewegen können.

Der Einsatz von Suprelorin-Implantaten zur zeitweiligen chemischen Kastration der Deckkater ist auch eine Möglichkeit um ein harmonisches Zusammenleben zu ermöglichen.

Der Suprelorin Chip - Siehe extra Link unter INFORMATIVES


Backround des Züchters

Scheuen Sie sich nicht, während des Small talk auch die berufliche Situation des Züchters anzusprechen. Ein seriöser Züchter wird auch den Ihren in Erfahrung bringen möchten, um sich ein Bild darüber zu machen, ob Sie in der finanziellen Lage sind, den bzw. dem Kätzchen auch ein entsprechend ausgestattetes Zuhause und eine hochwertige Ernährung und Versorgung zu sichern, also steht Ihnen diese Frage gleichfalls zu.

Achten Sie darauf, ob durch diese Berufstätigkeit auch ein ausreichendes Einkommen für solch ein kostspieliges Hobby wie Rassekatzenzucht zu erreichen ist. Ein alleinverdienender Lagerarbeiter etwa wird, vor allem, wenn noch Unterhalt für Kinder und andere Familienmitglieder anfällt, kaum über die hierfür benötigten Mittel verfügen. Auch beiläufige Bemerkungen über die klamme finanzielle Situation oder gebetsmühlenartig vorgebrachtes Jammern über hohe Tierarztkosten sollten Ihnen als Warnung dienen.

Im Idealfall sollte einer der Erwachsenen im Züchterhaushalt eine durchschnittlich vergütete Vollzeitstelle haben während der zweite dank einer Halbtagestätigkeit noch genügend Zeit für die Versorgung der Katzen und Erziehung und Pflege der Kitten findet.


Gesundheitsvorsorge
Achten Sie auf eine ausreichende Gesundheitsvorsorge im Züchterhaushalt.

Fragen Sie z.B. nach, ob die im Haushalt lebenden Katzen geimpft sind und wogegen! Ob auch regelmäßige Ultraschalluntersuchungen und Gesundheitschecks gemacht werden. Ob Entwurmungen gemacht werden.

Zeigen Sie Interesse daran und lassen Sie sich auch die Impfausweise vorzeigen! Ein abwinken und Gerede über unnötige Impfkosten- es seien doch schließlich Wohnungskatzen, sollte Ihnen sehr zu denken geben – gehen Sie lieber zu einem anderen Züchter!


Kittenabgabe
Ist Ihnen nun am Ende Ihres Besuches der Züchter immer noch sympathisch und finden Sie seine Katzen nett und freundlich, dem Standard entsprechend, so können Sie gleich das Thema der Kittenabgabe-Modalitäten ansprechen.

Kätzchen dürfen nicht vor der 12. Woche abgeben werden, wirklich abgabereif ist ein Kitten jedoch erst nach den unbedingt notwendigen Grundimmunisierungen gegen Katzenschnupfen und -seuche in der 8./9. sowie der Wiederholungsimpfung in der 12./13. Lebenswoche. Ein seriöser Züchter wird Ihnen das Kitten auch frühestens eine Woche nach der zweiten Impfung anvertrauen, um zu beobachten, ob das Kitten die Impfung gut überstanden hat. Diese Zeit ist jedoch auch sehr wichtig für die soziale Entwicklung des Kätzchens, es kann gerade in dieser frühen Zeit entscheidendes für sein späteres Leben lernen, indem es mit seinen Geschwistern spielt, von seiner Mutter, „Tanten“ und „Onkeln“ in der ganzen Familie erzogen wird.

Wenn Sie zwei Wurfgeschwister bei sich aufnehmen – was wir Ihnen anhand unserer Erfahrungen wirklich ans Herz legen möchten;

Wenn Sie also zwei Wurfgeschwister nehmen, wobei Ihnen der Züchter im Preis immer gerne entgegenkommen wird, weil er weiß, dass es seine Kitten auf diese Weise schöner haben, wenn sie mit einem Brüderchen oder Schwesterchen zusammen bleiben können, auch die späteren laufenden Kosten sich nicht verdoppeln, weil die Mengeneffekte dazu führen, dass Sie auf die einzelne Katze gerechnet weniger Kosten haben, dann ist der Zeitpunkt ab der vollendeten 14., besser 15. Woche der richtige für einen Umzug der kleinen Racker.

Nehmen Sie jedoch ein einzelnes Jungtier als Gesellschaft zu einem oder mehreren schon bei Ihnen lebenden Tieren, so sollten Sie Ihrem „Baby“ lieber noch ein, zwei weitere Wochen in Mutters Kinderstube gönnen.

Viele Züchter geben sich auch große Mühe mit einer schön gestalteten Mappe mit Fotos der Zwerge und meistens werden Sie mit gewohntem Futter mehr als reichlich für die erste Zeit eingedeckt.

Wir empfehlen, die Tollwutimpfung – auch wenn sie in weiten Teilen Deutschlands nicht mehr vorgeschrieben ist – auch für Tiere in Wohnungshaltung. Die Leukoseimpfung soll erst nach einem Test gegeben werden! Achten Sie insbesondere in den ersten zwei Monaten, die Ihr Kitten bei Ihnen lebt, auf eine erhöhte Hygiene, indem Sie keine Straßenschuhe in der Wohnung tragen und beim Nachhausekommen gründlich die Hände waschen.

Ihr Kitten wird Ihnen diesen kleinen Aufwand mit Gesundheit und guter Entwicklung danken!


Kein Kauf aus Mitleid
Falls Ihnen jedoch irgend etwas im Züchterhaushalt missfallen hat, reden Sie Ihr Bauchgefühl nicht klein, sondern hören Sie darauf.

Wenn Sie ein Kätzchen aus Mitleid kaufen, nur um es aus seiner schlimmen Situation zu befreien, wird es im besten Falle für Sie auf horrende Tierarztkosten und nicht einen nicht enden wollenden Nervenkrieg mit einem verhaltensgestörten Tier; im schlimmsten Fall auf Tränen und gebrochene Herzen wegen eines plötzlichen Todesfalles hinauslaufen.

In jedem Fall aber wird es nur Platz machen für eine neue Generation gequälter Kreaturen…