Zeichen der Trächtigkeit bei Katzen

Zeichen der Trächtigkeit bei Katzen und Entwicklung der Kätzchen

Es ist einer Katze schwer anzusehen, ob sie bald Junge bekommt. Deutlichstes Zeichen ist der anschwellende Bauch, in dem die Kätzchen rasant heranwachsen.

Wenn im Frühling die Tage wieder länger werden, ist das für eine unkastrierte Katzendame häufig ein starkes Signal. Ihr Körper macht sich empfängnisbereit. Sie wird sehr verschmust und beginnt, sich aufreizend am Boden hin und her zu rollen und laut zu rufen – kurz: sie wird „rollig“. Dieser Zustand dauert zwischen fünf und zehn Tage lang. Findet in diesem Zeitraum keine Befruchtung statt, kann sich nach etwa vier Wochen eine neue Rolligkeit entwickeln. Hat die Kätzin während dieser besonderen Phase Zugang zu einem potenten Kater, der ihr gefällt, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Verpaarung der beiden kommen. Neues Katzenleben kann sich dann auf den Weg in diese Welt machen.

Anzeichen für eine Trächtigkeit bei der Katze

Am Beginn der etwa 60 bis 65 Tage lang dauernden Tragzeit ist es sehr schwierig, diesen Zustand überhaupt festzustellen. Die Katze verhält sich meist wie gewohnt, bis ihr Körperumfang sie dazu zwingt, sich etwas behäbiger zu bewegen. Manche Kätzinnen werden während der Trächtigkeit verschmuster als sonst. Aber im Grunde hat auch in dieser besonderen Lebensphase jede Katze ihre Eigenarten, wie das bei diesen Tieren eben so ist. Körperliche Anzeichen dafür, daß sich im Bauch einer Katze Junge entwickeln, ist neben dem anwachsenden Leibesumfang noch ein Anschwellen der Zitzen. Auch kann es sein, daß das Tier häufigere und kleinere Portionen frißt als sonst, denn durch die heranwachsenden Föten hat der Magen zunehmend weniger Platz als sonst.


Die Entwicklung der Kätzchen im Mutterleib
Während der neun Wochen Tragzeit entwickeln sich im Durchschnitt drei bis fünf Katzenbabys. Jedes hat seine eigene Fruchtblase und seine eigene Plazenta, über die es ernährt wird. Die Entwicklung der Kleinen geht rasend schnell. Nach 18 Tagen hat sich aus einem unförmigen Zellhaufen bereits ein Embryo herausgebildet, bei dem der Kopf, die Wirbelsäule und der Schwanz schon deutlich zu erkennen ist. Nach etwa 21 Tagen nehmen die Beine und Pfoten Gestalt an und die Augen bilden sich. Am Tag 28 sind die inneren Organe fertig entwickelt. Jetzt ist der Fötus etwa zweieinhalb Zentimeter lang. Im Alter von 35 Tagen mißt er um die sechs Zentimeter und wächst fleißig weiter, um bis zur Geburt etwa doppelt so groß zu sein und als fertig entwickeltes Minikätzchen zur Welt zu kommen.


Wie sich die nahende Geburt ankündigt
Steht die Ankunft der Kleinen kurz bevor, beginnt die werdende Mama damit, einen geeigneten Platz zu suchen, an dem sie in Ruhe gebären kann. Sie baut sich regelrecht ein Nest aus Laub und Gras oder anderen kuscheligen Dingen, die sich in ihrem Lebensumfeld anbieten. In den Tagen vor dem Ereignis kann es sein, daß sie etwas ruhiger wird und viel schläft, um ihre Kräfte zu schonen. Wenige Stunden vor der Geburt werden viele Katzen unruhig. Manche suchen in dieser Phase besonders den Kontakt zu ihren Menschen, manche ziehen sich an einen geschützten Ort zurück und wollen einfach nur ihre Ruhe haben. Beginnen die Wehen, wird ihr Atem schneller. Es kann auch sein, daß die Katze rhythmisch zu schnurren beginnt, um sich zu entspannen. Zeigt sich ein Ausfluß aus der Scheide, steht die Geburt direkt bevor. Die Kätzchen kommen dann nacheinander in unterschiedlich langen Zeitabständen zur Welt.

Quellen:
„Katzen kennen und verstehen“ von Bruce Fogle, blv-Verlag
„Was Katzen wirklich wollen“ von Dr. Mircea Pfleiderer und Birgit Rödder, GU-Verlag